Donnerbach VI - Bruderzwist

OT-Infos:
Datum: 12.11. - 14.11.2010
Location: 09427 Ehrenfriedersdorf
Teilnehmer: ca. 20 SCs und 15 NSCs

Prolog

„Zeiten ändern sich!“, sagt der fahrende Händler vom Kutschbock zu dir runter. „Die saftigen Wiesen, gepflegten Wälder und klaren Flüsse sind geblieben. Aber der Freiherrenzoll, der Baronszoll und der Schädelzoll, wer soll das bezahlen? Ha! Natürlich wir – ein Hoch auf die Soldaten! Die Preise steigen immerfort, und selbst wenn ich mein Korn aus Pallyndina oder der Silbermark herkarre, durch die Zölle bleibt mir kein Silber übrig. Wie soll ich mein Weib und meine acht Kinder ernähren? Was meint Ihr? Kupfer! Pah! Ihr wollt mit Kupfer durch Donnerbach reisen? Na, da werdet Ihr nicht weit kommen!“

Ein schallendes Gelächter breitet sich über den Waldweg aus.

Sind da hinten nicht dunkle Gestalten im Unterholz? Ihr bleibt stehen und wollt euch vergewissern, als euch von hinten eine leise Stimme anspricht:

„Lauft weiter, die Kerle sind uns seit ner Weile auf den Fersen! Aber gleich sind wir in der Herberge ‚Bruderzwist’ und dort … sind wir in Sicherheit“.

Der fahrende Händler:

„Wieso ‚ Bruderzwist’? Die Herberge an der Freigrenze auf dieser Straße zwischen Laar und Waldenhof heißt doch ‚Zum Köhlerhain`?"

Die Stimme hinter euch sagt leise:

„Die Zeiten ändern sich!“

Was bisher geschah:

Am beschaulichen Zollposten Köhlerhain, nun in "Herberge Bruderzwist" umbenannt, an der Grenze zwischen Waldenhof und Laar treffen verschiedene Reisende ein. Unter ihnen ist zum Beispiel auch ein Händler aus Ytras mit seinem Gehilfen. Am Abend noch wird der Händler überfallen und es werden Gerüchte über eine Räuberbande im Wald laut, die wohl aus laarer Freischärlern bestehen soll. Ein Holzfäller sucht eine Möglichkeit, eine Nymphe zu heiraten und im Dunkel des Forstes treiben seltsame, missgestaltete Kreaturen ihr Unwesen, die angeblich für ihren Meister etwas suchen. Und es mehren sich Stimmen, die vom Zwist zweier Waldgeister berichten, die den Forst in Unordnung bringen.

Der nächste Tag beginnt mit dramatischen Ereignissen: der Schrein der Göttin DOM Fridera wurde entweiht und die Taverne wurde bestohlen. Der Händler aus Ytras macht sich geschwächt, aber wütend zur nächsten Obrigkeit auf, da ihm der Büttel vor Ort nicht helfen kann. Im Wald kommt es zur Konfrontation der Reisenden mit den Missgestalteten, die in ihrer Suche immer aggressiver werden und schlussendlich die Reisenden bis zur Herberge verfolgen. Dort werden die Angreifer niedergemacht und zumindest dieser Spuk hat ein Ende. Was sie suchten bleibt ein Rätsel...

Der Zwist der Waldgeistbrüder kann durch Verhandlung zwischen ihnen beendet werden und der eine Bruder gibt die Wacht über einen Schatz auf, der von den Reisenden gehoben wird. Der Diener des ytrassianischen Händlers nimmt zielsicher aus dem Schatz einige alte Pergamente und zieht von dannen - jedoch nicht zu seinem Herren, sondern werweißwohin.

Am späten Nachmittag trifft der lokale Ritter Bark von Tannenberg ein und es gelingt mit Hilfe der Reisenden, einen der Freischärler dingfest zu machen. Die Handelswaren des Ytrassianers und die gestohlenen Dinge aus der Taverne werden geborgen und zurückgegeben. Der Schrein wird wieder gereinigt und der Gefangene dort einquartiert. Es feiern die Nymphe und der Holzfäller ihre Hochzeit, nun da der Zwist der Waldgeistbrüder beendet wurde.

Am Abend trifft ein fliehender Bauer in Köhlerhain ein, dicht gefolgt vom laarer Hauptmann Jarus Löffler und seinen Mannen. Sie klagen den Mann der Brandstiftung an und wollen ihn dafür richten. Es kommt zur Konfrontation mit Bark von Tannenberg, der auf seinem Land nur seine Gerichtsbarkeit zulässt und den Bauern straffrei ziehen lässt. Der laarer Hauptmann beleidigt Bark von Tannenberg und dieser streckt ihn und dessen Leute auf dem Rückweg hinterrücks nieder, um niemanden zu dulden, der ihn auf seinem Land solcherart behandelt.

Damit endet das Abenteuer in Köhlerhain und schon bald zeigen sich die Auswirkungen solch kleiner Ereignisse...