Prolog:

Endlich bist du angekommen an der alten Herberge, am Rande des schönen Städtchens Waldenhof.
Endlich kannst du deine müden Beine unter einen wohlgedeckten Tisch strecken
und dich am knisternden Kamin aufwärmen. Endlich….

Du atmest den wohlriechenden Geruch von heißem Met und gebratenen Wildbrett ein
als du von draußen eine wohlklingende männliche Stimme wahrnimmst
die mit wunderschöner Kraft ein Lied anstimmt und du gibst dich für kurze Augenblicke der Melodie hin,
den Takt unwissend mit dem Fingern auf dem Tisch mitschlagend.

"Der jammervollen Welten Wandlungen
Zum Guten wie zum Üblen, bald Elend, bald Ehre
Ohne alle Ordnung oder weisen Ratschluß
Sind sie bestimmt von Dom Shikkaras Wankelmut.
Und dennoch, ihr Mangel an Gnade
Wird mich nicht hindern zu singen, müßt ich auch sterben
All meine Zeit und mein Schaffen sind verloren
Doch letztlich, Dom Shikkara, werde ich Dir trotzen

Noch ist mir das Licht meines Geistes geblieben
Freund und Feind zu erkennen in Deinem Spiegel
Das hat Dein Drehen und Winden,
Dein Auf und Ab mich gelehrt.
Doch wahrlich, keine Macht hat deine Arglist
Über den, der sich selbst beherrscht
Meine Duldsamkeit soll mein Trost sein
Denn letztlich, Dom Shikarra, werde ich dir trotzen."

Als die Melodie verklungen ist kommt dir der Gedanke den Barden einzuladen, um mit ihm etwas Stimmung
in die Wirtsstube zu bringen. Du hastest aus der rauchigen Schänke auf die kalte winterliche Straße.
Doch du traust deinen Augen nicht als du nach links und nach rechts blickst, keine Menschenseele.
Du hältst kurz inne und horchst, aber nur das quietschen des Herbergsschildes kannst du über dir ausmachen
auf welchem du im Mondlicht verwaschen liest „Zum Waldfrieden“.

Enttäuscht trittst du wieder in die Schankwirtschaft, und der alte Wirt versucht dich zu trösten.
„Morgen wird ein Fest stattfinden, auf welchen der Barde der Stadt eingeladen wurde und
da könnt ihr mit Herzenslust tanzen, singen und schmausen.“
Erst als du im warmen Daunenbett liegst und kurz vor dem einschlafen fällt dir ein,
daß du vergessen hast zu fragen weswegen das Fest eigentlich stattfindet...