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Seit der Zeit der Landnahme wird Donnerbach von den Baronen beherrscht. Man sagt, die Barone hätten im Lande der Könige von Lamar den Rang von Grafen gehabt, jedoch hätten sie sich mit ihrer Lossagung vom Königreich auch von ihren Titeln getrennt und den eher maßvollen, aber ihrer Machtfülle entsprechenden Rang von Baronen gegeben. Im Vergleich zu anderen Landen müsste man sie wohl als Herzöge bezeichnen, stehen sie doch einem Land und seiner Bevölkerung vor.

Bis zum Jahre 789 Schedelja existierten die zwei Baronien Donnerbach und Waldenhof nebeneinander, jedoch verstarb in jenem Jahr der Baron zu Waldenhof und hinterließ nur eine Tochter als seine Erbin. Um aufkeimende Nachfolgestreitigkeiten zu verhindern, vermählte sich der Baron von Donnerbach mit der Waldenhofer Prinzessin und Waldenhof wurde faktisch ein Teil Donnerbachs. Die Barone Donnerbachs regieren seit den Orkkriegen ununterbrochen ihr Land.

Ihre wichtigsten Lehnsträger sind seit alters die Freiherren, die in ihrer Funktion als Kronrat den Baron beraten und in seiner Abwesenheit die Regierungsgeschäfte versehen. Unter ihnen steht eine Vielzahl weiterer Lehnsnehmer: Edle und Ritter, Burg- und Stadtvögte. Anders als in anderen Gegenden kann in Donnerbach nur ein Adliger Ritter sein; Vögte können aber auch aus dem einfachen Volk oder dem Bürgertum stammen.

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Als Lehnsnehmer des Barons zu Donnerbach herrschen die acht Freiherren in seinem Auftrag über Land und Leute der Baronie. Dies gestaltet sich natürlich in Zeiten eines Bürgerkrieges eher schwierig...

Bergeshöh:

Das Lehen Bergeshöh wird als einzige Freiherrschaft durch einen Nicht-Donnerbacher verwaltet, den Freiherrn Altheron aus dem Reich Latene. Er ist Rechan von Donnerbach eng verbunden und unterstützt diesen von ganzem Herzen.
Vor allem die Wacht gen Ytrass hat sich in den letzten Jahren als sehr wertvoll erwiesen, konnten doch immer wieder Stoßtrupps von Söldnern aus dem Nachbarland abgewehrt werden. Dies schwächte jedoch seine Kontrolle über den Süden des Landes, wo der Freiherr von Wehrburg den Pass ins Land Ytras befestigen und so für Weonard auf lange Sicht sichern konnte.

Waldenhof:

Thorralf von Waldenhof, ein Freiherr in den besten Jahren, war stets sehr stark auf seine prunkvolle Hofhaltung bedacht. Seine Burg über der Stadt Waldenhof galt als eher repräsentativ denn wehrhaft. Als Förderer des Handels in Donnerbach war er sowohl mit der Gilde in Angersblick als auch mit ausländischen Fernhändlern und Diplomaten wohl vertraut.
All sein Reichtum und sein höfischer Prunk halfen ihm jedoch wenig, als der Freiherr von Laar 1011 Schedelja in sein Land einfiel. Im Bewusstsein, dass er einer offenen Feldschlacht gegen die zahlreicheren Truppen des Laarers nicht gewachsen sein würde, nutzte Thorralf die Unwegsamkeit des Tiefen Waldes geschickt aus. Während Stoßtruppen immer wieder das Laarer Heer beschäftigten, zog er seine Kräfte kontrolliert weiter zurück. Dies ließ zwar seine Untergebenen schutzlos in der Hand des Feindes, schonte aber seine eigenen Ressourcen, da in den vom Krieg gebeutelten Dörfern eh nicht mehr viel zu holen war. Eingeigelt in seinem Kernland verstärkte er die Mauern von Stadt und Burg und versucht, den Angriff des Laarers auszusitzen.

Angersblick:

Bis zu seinem Tod im Jahre 1014 Schedelja war Ubertin von Angersblick der Älteste in der Gemeinschaft der Freiherrn. Im Jahre 930 Schedeljas geboren, galt er als konservativ und Marlon von Donnerbach durch viele gemeinsame Unternehmungen eng verbunden. Er war durch lange Konflikte mit der Gilde in Angersblick sehr vorsichtig geworden und galt als Bewahrer eines Status Quo und "Graue Eminenz". Durch den Verlust seines Sohnes im Krieg gegen Mehir war auch klar, dass die Linie der Freiherren mit ihm austerben würde. Gegen die Stadt Angersblick konnte er sich nie recht durchsetzen und die Jahre bis zu seinem Tod ließen seinen Einfluss immer mehr schwinden.
Seit dem Dingtag im Zyklus 1014 hat die Hohe Kammer, der Rat der Stadt Angersblick, formell auch die Kontrolle über die Freiherrschaft übernommen. Mit Duldung durch die beiden Barone erledigt die Kammer die Regierungsgeschäfte, bis ein gemeinsamer ordentlicher Landtag aller Freiherren die Nachfolge rechtskräftig regelt.

Düsterwald:

Darion von Düsterwald, im Zyklus 970 geboren, ist der Linie seiner Vorfahren treu geblieben. Sein Hauptaugenmerk liegt auf der Verteidigung der "Grenzfreiherrschaft" und dem Zurücktreiben allen Übels, welches aus dem Düsterwald oder aus dem Mehirisch besetzten Bandorkov ins Land eindringen will. Seine familiären Verbindungen zum langjährigen Abtprimas des Inneren Zirkels, Fales von Dunkelforst, versprechen einen sicheren Stand.
Darions durch die Wacht am Wald und an den Grenzen stets gestählten Mannen sind eine große Stütze von Rechans Heer und vor allem als Kundschafter und Stoßtrupps ins Feindesland im Einsatz.

Wehrburg:

Der Freiherr von und zu Wehrburg, traditionell ein enger Vertrauter der Barone und verdienter Streiter Schedeljas, ist Hunno von Feldberg. Im Zyklus 965 geboren zeichnete er sich stets durch Zielstrebigkeit und Härte aus. Sein strenges Regiment hält die Truppen in der Wehrurg stets wachsam. Er hat sich schon früh dem jungen Baronserben Weonard zugewandt und diesen in der Kunst des Waffenhandwerks unterwiesen.
Unrühmlich hervorgetan hat sich der Freiherr, als er die auenhainer Garnison der Wehrburg im Zyklus 1009 vergiften ließ und somit den Weg für das Söldnerheer Weonards öffnete. Auch danach noch festigte er seine Herrschaft über das Land am Pass über die Schildberge, baute Vorposten und Befestigungen. Nach und nach vertrieb er den Bergeshöher Widerstand aus diesem Gebiet und stellte die vollständige Kontrolle über den Pass - und damit nicht zuletzt einen steten Geldfluss in Weonards Donnerbach - sicher.

Wiesengrün:

Ullrich, der 939 Schedelja geborene Freiherr von Wiesengrün, ist dem Inneren Zirkel stark zugewandt. Seine Spenden an die Kirche Schedeljas und an die Armen Donnerbachs sind stets reichlich und seine einzige Sorge scheint seinem Seelenheil zu gelten. Als junger Recke und später als Herr zu Wiesengrün galt er als zügellos, grausam und jähzornig und viele sahen im Tod seiner Enkelkinder, Kinder und seiner Gemahlin durch die Rote Pest im Jahre 986 die gerechte Strafe der Götter für seine Taten. Er nahm sich seither aus der Politik zurück und stärkte stets nur seine Position zum Wohle der Kirche.
Der mittlerweile greise Freiherr sieht sich selbst als den letzten Hort der Rechtschaffenheit und Ordnung im Land - was im Großen und Ganzen wohl auch zutrifft. Seine Ländereien blieben verschont und gemeinsam mit dem Inneren Zirkel bietet er Zuflucht und Unterstützung für Flüchtlinge und Kriegsmüde. Er setzt sich für die Befreiung Lewinjas von Donnerbach ein und hofft, dass durch ihre Inthronisierung das Land endlich die Schrecken des Krieges abwerfen kann. Daher gilt sein Hof auch als Anlaufpunkt der "Schwanenzügler", die hier auf bessere Zeiten hoffen.

Laar:

Der Jüngste der Freiherren (geb. 973), Riomar von der Laar, der zum Ende des Zyklus 1008 das Amt von seinem verstorbenen Vater übernommen hatte, muss sich seinen Platz unter den Alteingesessen erst erstreiten - dies tut er aber mit erstaunlicher Vehemenz. Als Abkömmling einer großen Familie und Kampfgefährte der Söhne Baron Marlons hat er beste Voraussetzungen, um sich einen festen Stand zu sichern.
Im Laufe des Bürgerkrieges war vor allem er es, der durch furchtlose und kühne Vorstöße ein ums andere Mal einen Vorteil für Rechans Seite erstreiten konnte. Mit der Überzeugung, einen gerechten Feldzug zu führen, fiel er 1011 Schedelja in Waldenhof ein und versuchte, den Freiherrn Thorralf zu einer Feldschlacht zu stellen. Dies gelang jedoch nie. Seine Herrschaft konnte er aber in den eroberten Gebieten langsam festigen und 1015 Schedelja lagert sein Hauptheer am Waldsee, in Sichtweite der Freiherrenburg.

Weidenstädt:

Als Patenonkel von Weonard von Donnerbach ist der 955 Schedelja geborene Freiherr von Weidenstaedt, Godfraidh, der Familie des Barons sehr zugetan. Er übernahm einen Großteil der Erziehung seines Patenkindes und seine Berater und Abgesandten sind gern gesehene Gäste auf Burg Donnerbach.
Als der Freiherr, dessen Land die längste Grenze zum Feindesland durch offenes Gelände aufweist, gilt sein militärisches Hauptaugenmerk vor allem der Sicherung der Flussübergaänge über Muhle und Rostis. Seit dem Sommer 1013 Schedelja lagert sein Heer gegenüber der Stadt Donnerhain, dem Sitz Rechans und Hauptlager seiner Truppen, und versucht sich an der Belagerung - jedoch ohne nennenswerten Fortschritt. Die Nadelstiche und Bisse, die ihm die Düsterwälder Stoßtruppen versetzen, schwächen ihn zusätzlich über kurz oder lang. Als Weonards Kornkammer ist Weidenstädt jedoch von ernormer Bedeutung und nicht zuletzt hier hin fließt jede Unterstützung der Verbündeten.

Donnerbach:

Die neunte Freiherrschaft, das Lehen Donnerbach, wird als Hausgut von den Baronen selbst, bzw. deren Vögten, verwaltet. Traditionell wird dem Thronfolger des Barons diese Freiherrschaft übergeben.
Weonard baut sein Kernland immer mehr nach seinem Willen aus. Und waren Reisende, Händler und Söldner aus fremden Landen hier schon immer häufiger als anderswo in Donnerbach, so ist der Einschlag aus Ytras so stark wie nie zuvor zu spüren. Handelsgilden eröffnen ihre Kontore, der Hof kleidet sich in ytrassianischer Mode und die ersten Schreine der "Göttlichen Brüder" wurden bereits errichtet. Auch seine Herrschaft wandelt Weonard mehr und mehr nach ytrassianischem Bild und entfernt sich damit immer mehr von seinem Volk. Sein Traum, ein "Fürstentum Lamar" mit Donnerbach als Hauptstadt zu errichten, soll hier beginnen.
Sein Heer lagert an der Gundelbrechter Brücke - bereit, jede Schwäche in der Wacht Rechans auszunutzen, um diesen wohl wichtigsten Punkt im Lande für sich zu sichern.
Lewinja von Donnerbach, Schwester der beiden Barone, sitzt "als stolzer Schwan im goldenen Käfig" in Weonards Gefangenschaft. Ihr Aufenthaltsort ist unbekannt und man munkelt, stets würde sie schwer bewacht - von Krankheit und den Ereignissen in ihrem geliebten Land stark geschwächt - an einen anderen Ort verlegt.