Freistadt Angersblick:

Motto: Einheit aus Vielfalt!

Die Bewohner sind: freiheitlich, ruchlos, reich

Die Landschaft ist: vorrangig morastig und hügelig, sehr wenig Ackerland

Es regiert: die Hohe Kammer zu Angersblick (seit 1014)

Verfallen und arm vegetierte die Stadt im Angermoor lange Zeit vor sich hin und bot nur für Gesetzlose und anderes Gesindel einen sicheren Hafen. Zwielichtige Organisationen wie die "Schwarze Hand" oder "Die Gilde" nutzten die abseits gelegene Stadt als Ort, an dem sie ihren schmutzigen Geschäften nachgehen konnten. Die Stadt war heruntergekommen, dreckig und gefährlich, vom Freiherrn nach langer Zeit der Bemühungen schlussendlich doch vergessen und schlechterdings recht- und schutzlos.

Nach dem Tod des Freiherrn Ubertin von Angersblick im Jahre 1014 Schedelja zeigte sich jedoch, mit welch großer Autonomie und mit welch starkem Selbstverständnis der Rat der Stadt Angersblick, die sog. "Hohe Kammer" in den letzten Jahren agiert hatte. Obwohl so ziemlich alle Ländereien Donnerbachs nach dem Beginn des Bruderzwistes stark unter den Kriegswirren litten, schien es für Angersblick endlich, als sei die große Stunde gekommen.

Seit Jahren rührte sich in den Schatten und Dämpfen des Sumpfes mehr, als man auf den ersten Blick sah. Die Hohe Kammer dämmte durch Beharrlichkeit und Skrupellosigkeit in der Wahl der Mittel die Macht der Diebesgilden und Mörderbünde ein und machte die Stadt damit attraktiver für Händler und Zugezogene, die nach altem Recht nach Jahr und Tag ein neues Leben in der Stadt aufbauen wollten.

Mit der Übergabe eines großen Kontors an den neugegründeten "Weißen Rat" im Zyklus 1009 machte sich Angersblick zusätzlich einen Namen als ein Ort, an dem auf neutralem Boden Verhandlungen stattfinden konnten. Auch weitere, eher rechtschaffene Organisationen wie der "Donnerbacher Nachrichtendienst" bezogen Häuser in der Stadt - unterstützt durch die Hohe Kammer und in der Gewissheit, von der Neutralität der Stadt profitieren zu können.

Erstaunlicherweise erlebte der Handel in Angersblick durch die Gefechte im donnerbacher Kernland einen ungeahnten Aufschwung. Viele Händler umgingen das unsichere Gebiet zankender Adliger, da es immer wieder zu Kampfhandlungen an wichtigen Verkehrsknotenpunkten wie der Gundelbrechter Brücke oder der Waldstraße im Waldenhofschen kam und die Herren der zu durchreisenden Lande zur Finanzierung ihrer Militärausgaben immer höhere Zölle forderten.

Der Pass in die Orkschädelsteppe, in den letzten Jahren ausgebaut und gesichert, sorgte dafür, dass Karawanen aus dem Osten, Norden und Süden Angersblick als Umschlagplatz nutzten. Somit wuchs die Bedeutung des Marktes immer mehr. Und seit der Befriedung des karyschen Orkgebietes lohnt es sich sogar, schwer bewachte Handelszüge durch den gefährlichen Düsterwald nach Karys zu schicken; und das spült weiteres Geld in die Kassen der Angersblicker Bürger.

So erscheint die Freie Stadt Angersblick für viele Flüchtlinge, Vertriebene und Kriegsmüde als sichere Zuflucht; als ein Ort, an dem man etwas aus seinem Leben machen kann; wo es ausreichend zu Essen gibt und für jeden ein Dach über dem Kopf. Damit steigt vor allem auch die militärische Stärke der Bürgerwehr der Stadt, da die neuen Bürger gern bereit sind, ihre Freiheit zu verteidigen.